Als in der Zuckerfabrik Vysočany die Zuckerfabrikation eingestellt wurde, verwandelte sich die
Zuckerfabrik in ein fruchtbares Milieu für zahlreiche Konstrukteure. Die Fabrik Avie startete hier
ihren Flugzeugbau, J.F. Koch schuf seine Motorräder, und hier sollte auch der Wagen entstehen,
der später zum Vorbild des langjährig populären Wagens, nämlich dem Aero 30, wurde. Zufolge
einer Quelle hat ihn ein Schmied aus ČKD, Herr Kolínský, geschaffen, der hier den Wagen in einer
provisorischen Garage baute. Und da sollte er Josef Bašek treffen, der mit seinen
Konstruktionskenntnissen und mit der Ausarbeitung der Zeichnungen als Konstruktionsunterlagen
beigetragen hat. (Nach anderen Quellen sollte Josef Bašek seinen Entwurf des neuen Wagens in
die Werkstatt seines Schwägers, Herrn Vilímek, bringen und Herr Kolínský sollte sich "nur" als
Mechaniker beteiligen). Ende 1933 haben aber beide das fertige Prototyp Herrn Kabeš aus der
Flugzeugfabrik Aero vorgeführt. Der Wagen war produktionsbereit und im Jahre 1934 wurde er am
Autosalon vorgeführt. Auf diese Weise wurde die Automobilfabrik Aero zur dritten und auch
letzten Firma bei uns, die zum Frontantieb übergegangen ist, dessen Vorteile den Dreisigern ihre
Kvalität und Beliebtheit unter den Motoristen verliehen hat. Zum großen Erfolg des Wagens hat
auch seine elegante Karosserie, deren Aussehen von Herrn Voříšek stammt, beigetragen. Das
junge Fabrikmanagement setzte auf progressive Elemente im Wagenbau, aber auch die Wahl des
Zweitaktmotors bezeugte, daß es zahlreiche Erfahrungen aus der "Halbliter"-Erzeugung genützt
hat. Die vorzügliche und progressive Konstruktion des Wagens hatte dem Herrn J. Bašek den
Posten des Direktors der Automobilabteilung der firma Aero eingetragen. |